Findorffer Schachfreunde e.V.

Hemmstraße 240, 28215 Bremen, 2. Etage Vereinshaus

Glanzloser Sieg im Nachbarschaftsduell

Findorff II besiegt West II mit 5:3

 

Es war ein Spieltag der besonderen Art, mussten doch tatsächlich alle drei Findorffer Mannschaften nach Oslebshausen reisen. So hatte man quasi ein Ligaduell zweier ganzer Vereine. In der A-Klasse ging Findorff II gegen West II als haushoher Favorit ins Rennen. So hatten die Findorffer durchschnittlich sage und schreibe 320 DWZ Punkte mehr an den Brettern ausfgeboten.

Zunächst sah es auch so aus, als müsste man nur wenige Punkte abgeben. Christoph Redmann (Brett 7) bezwang seinen tapfer kämpfenden jungen Kontrahenten Oliver Steffens und auch an den anderen Brettern sah es gut aus. Jan Frederik-Klüver (Brett 8) hatte auch dieses Mal eine gute Stellung, doch diese entglitt ihm und er verlor leider überraschenderweise gegen Daniiel Bobrov und so glich West II zum 1:1 aus. An den Spitzenbrettern taten sich die Findorffer ausgesprochen schwer. Zwar hatte Detlef Ryniecki (Brett 1) gegen Wilfried Volbert spielend großen Raumvorteil, dieser brachte ihm allerdings nicht allzu viel ein, da die Stellung verplombt war und seine Leichtfiguren sich nicht gut in dem gegnerischen Lager einnisten konnten. Auch bei Thorsten Ahlers (Brett 2) zeichnete sich im Spiel gegen Iwona Trzasko nur eine unklare, wenn auch deutlich dynamischere Stellung ab. Ich (Malte Hentrop - Brett 5) stand schon nach wenigen Zügen klar auf Gewinn, da sich mein Kontrahent Werner Kadagies dazu entschloss, komplett auf die Entwicklung seiner Figuren zu verzichten. Immerhin konnte sich auch Karl-Heinz Luck (Brett 6) gegen Berend Zijlstra über einen gesunden Mehrbauern freuen, zu dem sich später ein weiterer dazugesellte und auch Werner Oswald (Brett 4) hatte nach einer Weile im Spanier gegen Christoph Blömer eine klar vorteilhafte Stellung, die dann doch nur wenig später zum vollen Punkt führte. Ich gewann ebenfalls und so stand es 3:1.

Manfred Wardenberg (Brett 3) einigte sich mit Horst Grün in einer relativ ausgeglichenen Stellung auf Remis und auch an den vorderen beiden Brettern mussten sich die Findorffer mit einer Punkteteilung begnügen. Es stand nun 4,5:2,5 und so lag es an Karl-Heinz das Ergebnis noch weiter zu verschönern. Leider gab er jedoch einen seiner beiden Mehrbauern wieder auf, und erhielt ein nur leicht vorteilhaftes Endspiel. Als letzter für die Mannschaft spielend verzichtete er bei dem bereits entschiedenen Mannschaftskampf aufs Weiterkneten und willigte ins Remis ein. So konnte man sich hier und da über unglücklich verlorene Brettpunkte ärgern, sich jedoch des zweiten Mannschaftssieges und einem 15,5:6,5-Gesamtsieg erfreuen. In zwei Wochen werden die Schachfreunde aus dem Bremer Osten empfangen. Gewönne man den Mannschaftskampf, bleiben die Aufstiegsambitionen erhalten.