Findorffer Schachfreunde e.V.

Hemmstraße 240, 28215 Bremen, 2. Etage Vereinshaus

Findorff II im Aufstiegskampf ausgebremst

Deutliche 2,5:5:5-Niederlage gegen SF Bremer Osten I

 

Am dritten Spieltag kam es zu einem richtungsweisenden Kampf gegen die Schachfreunde aus dem Bremer Osten. Wenn man aufsteigen wollte, sollte man gegen diese starke Truppe punkten. So viel war klar. Denn mit Achim I und Delmenhorst IV warten noch zwei weitere starke Mannschaften auf die Findorffer. Die Ostler konnten eine starke Aufstellung präsentieren, so reisten sie mit den ersten 7 ihrere Setzliste an. Die Findorffer waren hingegen ersatzgeschwächt. Während sich Karl-Heinz Luck derweilen auf Urlaubsreisen befand, fehlten Manfred Wardenberg aus gesundheitlichen und Christoph Redmann sowie Claus Marquardt aus privaten Gründen. Vertreten wurden die fehlenden durch Günter Mattfeld und Felix Lanfermann, der in der zweiten ebenso sein Debüt gab wie Hartmut Flasche-Alke.

 

november_2011_222An Brett 7 remisierte Felix Lanfermann relativ schnell gegen seinen um fast 150 Punkte DWZ schwereren Gegner Thomas Angermann, nachdem er auf eine interessante und viel versprechende, jedoch auch etwas unklare Variante verzichtete, und lieber solide Pfade einschlug. Ich (Malte Hentrop) habe gegen Jens Hänisch an Brett 5 selbst die november_2011_227eigene Vorbereitung verlassen (warum auch immer) und erhielt nach der Eröffnung klaren Nachteil. Ich kämpfte mich wieder stückweise heran, bis ich derjenige war, der klaren Vorteil genoss. Die zahlreichen Patzer bei in der Vergangenheit erspielten gewonnenen Stellungen bewogen mich dann dazu, Remis zu bieten, welches auch angenommen wurde. Intelligenterweise passierte das in einem Augenblick, indem ich mit einem taktikschen Schlag den Sieg gefahrlos eintüten konnte. Naja, ich habe es eben nicht mehr gesehen ...

november_2011_224So wurden zwar bei einem Stande von 1:1 zwei deutlich DWZ-stärkere Gegner neutralisiert, doch leider sahen die anderen Bretter nicht vielversprechend aus. Abgesehen von Ralf Mulde, der sich an Brett 2 mit Horst Genath eine spannende Partie lieferte, standen wir an fast allen Bretternnovember_2011_225 mindestens minimal schlechter. So musste auch bald Hartmut an Brett 8 gegen Axel Brandt die Segel streichen und so konnten die Gäste dann auch in Führung gehen. Nun entglitten auch die Stellungen von Werner Oswald (Brett 4 gegen Torsten Duckstein) der einen Bauern kompensationslos verlor und Edu Mantei (Brett 3 gegen Lars Wilkens), der leider in ein furchtbares Endspiel abwickelte, völlig. Beide Findorffer veloren auch ihre Partien und somit war klar, dass der Mannschaftskampf beim Zwischenstand von 1:4 praktisch entschieden ist. Ein wenig Trost gab es, als Horst Genath an Brett gegen Ralf Mulde schrecklich patzte und es doch noch zum ersten und einzigen Findorffer Brettsieg kam. Und auch Günter Mattfeldt (Brett 5) konnte in einem wenig beneidenswerten Schwerfigurenendspiel gegen Roderich Differt die Stellung halten und noch einen halben Punkt dazusteuern. So lag es an Detlef Ryniecki um Ergebniskosmetik zu kämpfen. Er verteidigte zwar ziemlich zäh, musste sich jedoch leider doch gegen Kai-Uve Wittfoth geschlagen geben. Endstand 2,5:5,5

Nun dürfen die Findorffer nicht mehr allzu viel Federn lassen, wenn sie noch im Aufstiegskampf mitspielen wollen. Dazu muss im nächsten Auswärtsspiel gegen den SK Schwanewede natürlich unbedingt gewonnen werden.