Findorffer Schachfreunde e.V.

Hemmstraße 240, 28215 Bremen, 2. Etage Vereinshaus

Schauermärchen findet ein Ende

Angstgegner SK Schwanewede von Findorff II mit 3:5 bezwungen

 

Bisher gab es für die zweite Garde der Findorffer SF immer wenig Grund zur Freude, wenn sie sich zum Neuenkirchener Rathaus aufmachte, um ein Ligaspiel gegen den SK Schwanewede auszutragen. Obwohl sie stets etwas höhere DWZ-Zahlen aufweisen konnte, verlor sie die letzten drei Begegnungen. Die Findorffer traten wie auch schon gegen Bremen-Ost etwas ersatzgeschwächt an. So mussten sie auf Ralf Mulde, Thorsten Ahlers und Claus Marquardt verzichten und hatten dabei noch Glück, dass Findorff I bereit war ihren Mannschaftskampf mit 7 Leuten auszutragen. Doch auch der SK Schwanewede spielte ohne den an 1 gesetzten Felix Südewold, welcher nur zum kurzen Zugucken vorbeikam. So hatten auch die Schwaneweder eine kleine Schwächung hinzunehmen.

Es zeigte sich, dass die Findorffer auch diesmal ihre Favoritenrolle nicht sogleich demonstrieren konnten. Abgesehen von Edu Mantei der an Brett 4 nach einem Eröffnungsfehler seines Kontrahenten Axel Jagdhuber auf taktischem Wege druckvolles Spiel erzeugen konnte, hat kein Findorffer die Überletiung ins Mittelspiel fürsich entscheiden können. An fast allen Brettern blieben die Partie sehr lange spannend, was Renk Wilckens dazu veranlasste den Ablauf des Mannschaftskampfes mit einem "Was für langweilige Partien. Da passiert ja gar nichts!" zu quittieren. Irgendwann passierte dann doch wieder was. Hartmut Flasche-Alke gab gegen Jörn Poveleit in der Not erst eine Qualität, dann im Endspiel einige Bauern und später dann die Partie auf. Es stand 1:0 für Schwanewede und erste Dejavue-Erscheinungen machten sich bei dem einen oder anderen  Findorffer breit, zu mal nun weitere Bretter leicht zur Gunst der Schwaneweder kippten.

Ich (Malte Hentrop) bin zwar vorbildlicherweise früh in die Heia gegangen, kam jedoch aufgrund eines durcheinander geratenen Rhythmus nur auf 1,5 Stunden Schlaf, was sich an Brett 5 auch bemerkbar machte. So erhielt mein Gegner Horst-Dieter Fritsch zumindest ein wenig mehr Aktivität und die bessere Bauernstruktur am Damenflügel. Sorgen bereitete auch das Brett 4 von Werner Oswald, der gegen Hartmut Ficken zunächt keine reele Kompemsation für die zwei geopferten Bauern im Zweispringerspiel fand. Karl-Heinz Luck sah sich an Brett 6 erst einmal zum Verteidigen gezwungen, was ihm jedoch auch gelang. Sein Gegner Hans-Jürgen Soller meinte weiter vorpreschen zu müssen und verrante sich und wurde von Karl-Heinz auf sehr amüsante Weise ausgekontert - 1:1. Auch bei mir kehrte sich nun alles um. Ich wurde auf einmal fit und angelte mir nach inkonsequenter Spielweise meines Gegenübers erst die Initiative und überraschte meinen Gegner anschließend mit einem heftigen Angriff. Nachdem eh schon alles klar, patzte mein Gegner noch mal ordentlich, ärgerte sich und gab auf. Auch Edu Mantei ließ seinen Gegner nicht zur Ruhe kommen und verwandelte dies in den nächsten vollen Punkte für die Findorffer, sodass beim Stand von 1:3 nicht mehr viel anbrennen konnte.

So fuhren Karl-Heinz, Edu und ich mit dem Wissen nach Hause, dass der Mannschaftskampf wohl für uns entschieden war. Zwar vermuteten wir, dass Detlef Rybiecki am Spitzenbrett sein Turmendspiel gegen Jörg Seebeck nicht mehr halten kann, doch gab es auch bei Werner erfreuliche Änderungen. Er konnte einen gefährlichen Freibauern bilden, und wir rechneten mit dessen Umwandlung und einem weiteren Findorffer Sieg. Die Begegnung "Renk Wilckens - Manfred Wardenberg" an Brett 2 erschien völlig ausgegeglichen und auch bei Christoph Redmann war bei minimalem Vorteil ein Remis das wahrscheinlichste Ergebnis. Alles traf genau so ein und so konnten die Schwaneweder im Jahr 2011 endlich bezwungen werden.