Findorffer Schachfreunde e.V.

Hemmstraße 240, 28215 Bremen, 2. Etage Vereinshaus

Höchster Sieg der Vereinsgeschichte

Findorff II bezwingt Bremer SG V mit 8:0

 

Was für ein Tag für die zweite Mannschaft der Findorffer Schachfreunde! Nach dem überaus knappen Unentschieden gegen den Mitfavoriten aus Achim kam es am heutigen Sonntag zu einem nie für möglich gehaltenen Kantersieg über die gar nicht einmal schlecht aufgestellte fünfte Mannschaft der Bremer Schachgesellschaft von 1877. Die Vorzeichen für den Erfolg bestanden zum einen darin, dass jedes der Findorffer Bretter jeweils mit einem DWZ-Plus von fast 200 Punkten antreten und somit schon den stets freundlich bleibenden Spielern der Bremer SG Respekt einflößen konnte. Zum anderen war es wohl die Tatsache, aus eigener Kraft den Aufstieg in die höchste Bremer Spielklasse zu erreichen. Vorausgesetzt, Achim I verliert gegen die Mannschaft Bremer Osten I. So waren dann auch alle hochmotiviert, zumal in ungewohnter Kulisse gespielt wurde. Das Findorffer Vereinshaus konnte wegen einer Veranstaltung nicht zum Austragungsort genutzt werden und so wich man auf die Mensa des Schulzentrums Findorff an der Nürnberger Straße aus. Mit preislich sehr moderaten Getränken und allerhand Essbarem gestärkt, ging es dann auch los.

Manfred legte nach einer guten halben Stunde durch eine eingestellte Dame seines Gegners namens Eichhorst, der als Letzter am Brett eintraf, den Grundstein für den hohen Sieg. Einige Zeit später gewann Karl-Heinz gegen Suchodolski Material und danach die Partie. In der Zwischenzeit konnte Detlef seinen kleinen Eröffnungsvorteil weiter ausbauen und durch Druck gegen einige Bauern sein Gegenüber (Beckmann) vor schier unlösbare Probleme stellen. Thorsten spielte gegen Reeh sein gewohntes Fianchetto und stand zeitweise mit fünf(!) Bauern im bzw. am Zentrum. Claus konnte gegen Winkelmann die Qualität gewinnen und einige Züge später das 4:0 markieren, nachdem Christoph gegen Gatz dessen Fingerfehler ausnutzte und den dritten Punkt holte. Währenddessen geriet Malte gegen Schmitz etwas unter Druck, gab zwei Figuren für seinen Turm und kämpfte voll konzentriert weiter. 

Zuvor gewannen Edu (durch einen Bauerngewinn und Durchbruch im Zentrum gegen Schwanebeck) sowie Detlef (mit einem feinen Springerzug, nachdem seine Schwerfiguren auf die Grundreihe seines Gegners eingedrungen waren) und bauten die Führung weiter aus. Nun stand es 6:0 und alle Anwesenden stellten sich die Frage, ob es tatsächlich gelingen würde, mit zwei weiteren Siegen Vereinsgeschichte zu schreiben – und es gelang! Thorsten konnte nach einem schönen Figurenopfer einen nicht mehr abzuwendenden Mattangriff einleiten und den siebten Punkt holen. Danach blieb es Malte vorbehalten, die sich immer mehr verschlechternde Position seines Gegenübers durch zwei schöne Zwischenzüge unseren Findorffer Kantersieg perfekt zu machen. Nach dem Kampf gratulierten uns die sich stets fair verhaltenden Gastgeber zu diesem einmaligen Ergebnis. Noch zwei Siege (gegen Osterholz-Scharmbeck und Delmenhorst IV) und die Stadtliga ruft…

geschrieben von Detlef Ryniecki