Findorffer Schachfreunde e.V.

Hemmstraße 240, 28215 Bremen, 2. Etage Vereinshaus

Ein rabenschwarzer Tag

Findorff II kassiert gegen den SK Bremen-West I eine 1:7-Klatsche

Eigentlich sollte der 06. Februar ein richtiges Findorffer Schachfest werden. So spielten doch die ersten drei Mannschaften alle zuhause und konnten sich moralisch unterstützen. Während die dritte Mannschaft allerdings "nur" ein 3:3 gegen den SK Bremen-Nord schaffte und die erste Mannschaft eine nach dem Spielverlauf überraschende und unglückliche 3,5:4,5-Niederlage einfuhr, kam es für die zweite Mannschaft richtig dicke.

Die Eröffnungsphase zeigte nichts weltbewegendes. Doch schon nach einer Stunde Spielzeit mussten wir feststellen, dass wir auf allen Brettern ausgeglichen, etwas oder deutlich schlechter standen. Blagoy Genov, an Brett 4, wollte an diesem Tage keine Punkteteilung und opferte gegen Shawn Rose einen Bauern in der Eröffnung. Werner Oswald kam früh mit der ersten negativen Botschaft. Er musste sich an Brett 2 gegen Ingo Veit beugen. Sein Brettnachbar Ralf Mulde, am Spitzenbrett gegen Kasim Cinar spielend, schien auf dem ersten Blick auch eine eher weniger vielversprechende Stellung auf das BRett zu bekommen. Ralf fühlte sich jedoch nach eigener Aussage zu keiner Zeit unsicher, spielte bis ins Endspiel souverän weiter und konnte remisieren.

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Christoph Redmann, an Brett 8 hatte indes eine ruhige und relativ ausgeglichene Stellung gegen den jungen Juri Reimers. Dieser trickste jedoch herum und konnte Christoph so eine Qualität abluchsen. Durch druckvolles Figurenspiel des Westlers mussten die letzten Schwerfiguren getauscht werden und der Turm hatte gegen Christophs Läufer leichtes Spiel. 0,5:2,5-Rückstand. Ich (Malte Hentrop) konnte an Brett 7 gegen Frank Nackenhorst in der Eröffnung schnell ausgleichen. Ergebnis waren allerding beidseitig schwache Bauern, sodass wir eine sehr dynamische Stellung erhielten. Ich übersah eine Drohung und kam dadurch sofort ins Schwimmen. Herr Nackenhorst fand allerdings auch nicht die richtigen Wege den Sack bald zuzumachen und so konnte ich mich wieder rankämpfen.

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Bei Blagoy zeichnete sich mittlerweile immer mehr ab, dass er nicht ausreichende Kompensation für den gespuckten Bauern finden konnte. Die Stellung verpuffte und die dritte Findorffer Kapitulation erfolgte. Besser in Form zeigte sich immerhin Manfred Wardenberg am 6. Brett gegen Joachim Kopp. Auch wenn das von den beiden Spielern gezeigte Spiel kein Langweiler war, konnte keiner der beiden einen entscheidenden Vorteil erringen. Manfred rettete zum Schluss immerhin einen weiteren halben Findorffer Brettpunkt, wodurch leider klar wurde, dass Findorff nicht mehr siegen konnte. Doch auch ein Ausgleich erschien alles andere als realistisch. Denn auch Christian Laustetter hatte am 3. Brett gegen Benjamin Kaufmann seine liebe Not und wurde von diesem bei vollem Brett immer mehr eingeschnürrt.

Nachdem auch Edu Mantei in einer lange Zeit spannenden Partie in ein unvorteilhaftes Endspiel abwickeln musste und von seiner Niederlage berichtete, war die Niederlage besiegelt. Ich war ein wenig geschockt, ob der deftigen Ereignisse, doch dachte ich mir  "wenigstens stehe ich noch gut...", zog und stand auf einmal nicht mehr gut. Ich übersah eine taktische Drohung, die zwei Bauern kostete und konnte das nun entstandene Damenendspiel nicht mehr halten. Ich gab auf, Christian gab auf. 1:7 - Bitter!

Nun wird das Kapitel Klassenerhalt ein ganz schwieriges...