Findorffer Schachfreunde e.V.

Hemmstraße 240, 28215 Bremen, 2. Etage Vereinshaus

Wo ist Behle?? Nee, Wo ist Findorff, die Dritte? 


Nach 4 Runden am Rande der sagenhaften Keadasschlucht am Taygetos, in die die antiken Spartaner ihre Alten, Kranken und Gebrechlichen sozialverträglich entsorgt haben sollen (diese Version ist überholt!), - wenn nicht die Götter, die weise Turnierleitung ist gemeint, entschieden hätten, dass es am Ende der Lebens-Spielzeit 2014 keinen Abgrund für Absteiger geben soll. (Da dürfen nur nicht zu viele aus den oberen Rängen runterpurzeln!)

 
Tatsache ist: Die Dritte hat viermal verloren und nur 2 und 2 und 3 und 2,5 Brettpunkte eingesackt. Die sprichwörtlich strengen Spartaner sollen auch aus erzieherischen Gründen Jungen rituell so lange geschlagen haben, bis sie umfielen . . ., und unser Mannschaftsführer fordert auch nach Niederlagen immer Strafexerzieren: Auweia!
 
In Leherheide waren wir zum ersten Mal komplett und kassierten auch prompt 1 kampflosen. Bei dieser zweitbesten Besetzung fehlte nur Claus Marquardt, der im nächsten Jahr wieder zu uns stößt.
Und bei der Auseinanderandersetzung Tabellenerster gegen Tabellenletzten - das waren und sind wir - sahen wir nicht wie Verlierer aus. Aber "gut bis überlegen gespielt und trotzdem nicht die Punkte eingefahren", das kennen wir auch aus anderen Sportarten.
 
Als die Hälfte der Mannschaft nach nicht gespieltem bzw. verspielten Spiel mit 1 : 3 Punkten nach Hause fahren musste, weil auf einen Geiger ein sicher schöneres, nicht vergeigtes Spiel im Orchester mit Chor zur Messe in Walle wartete, konnten wir noch auf einen Mannschaftspunkt hoffe: Malte Hentrop - der Berichterstatter schloss sich an - sah Hauke Frederik Thissen an 5, Christoph Redmann an 2 und sich selbst an 1 auf der Siegerstraße, Günter Mattfeld mit der Chance auf ein Remis an 4, was dann sogar zum knappen Mannschaftssieg gereicht hätte.
Malte mit Mehr-Freibauer gegen Rolando Schlosshauer; Christoph, gegen Anton Schmapier, vor dem scheinbar problemlosen Abkassieren entweder des Bauern auf h5 oder, wahrscheinlich besser, auf f5; Günter wehrte sich bis dahin erfolgreich gegen die Einschnürung durch Daniel Block, stand aber schon ziemlich eingeengt; Hauke, gegen Jürgen Mittelstaedt, musste eine Zeitnotphase herunterspielen - was er, ohne einmal nervös mit der Wimper zu zucken, erledigt hat - und hatte dann wohl gute Aussichten, weil der weißfeldrige Läufer seines Gegners hinter dessen Bauern kaltgestellt war.
Am Ende des Tages sah man leider, dass Malte remisiert hatte, Christoph und Günter unterlegen waren und nur Hauke seinen Gegner niedergezwungen hatte.
 
Auch Jan Frederik Klüver an 3 hätte gegen den Mannschaftsführer Hartwig Guzek nicht verlieren brauchen ebenso wenig Erich Casties an 5 gegen Andreas Henke: Jan setzte sich unter Druck, gewinnen zu müssen und weichte seine Stellung auf. - Erich hatte dummerweise kein Feld mehr für seinen Springer. Da haben wohl die Bauern zu sehr nach vorne gedrängt, und die können bekanntlich nicht zurück. - Helmut Perrin hatten an 7 wohl nur eine geringe Chance gegen den Routinier Elmar Fritsche mit seiner glatten DWZ 1500, nachdem ihm 2 Bauern fehlten. - Der Berichterstatter war anwesend, wenn er sich nicht an der frischen Luft bewegte, und das reichte für einen Punkt.
 
Hauke ist zweitbester Ligaspieler mit 3,5 aus 4; bester an Brett 7.
 
Wir empfangen 2014 den derzeitig Fünften Lilienthal, den Siebten Kirchweyhe und müssen zum Schluss nach Achim zum Dritten. Und sollten den letzten Tabellenplatz anderen überlassen. Bedingung: komplett antreten, möglichst in Bestbesetzung und Vorteilsstellungen in Punkte umsetzen.
 
Hartmut Flasche-Alke