Leherheide II - Findorffer SF III 4:4

Skuriler Verlauf in Bremerhaven

Wie schon aus vergangenen Zeiten bekannt, war es im Spielraum unangenehm kalt. Nun denn. Die Leherheider traten ohne Volker Schattauer an, der in der ersten Leherheider Mannschaft aushelfen musste, und ohne Peter Sliwitzki, der bis jetzt eh noch nicht eingesetzt wurde an, waren aber sonst ganz gut aufgestellt.

An den ersten vier Brettern herrschte leichtes nominelles Findorffer Übergewicht (zumindest wenn man bei Felix Lanfermann nicht die DWZ als Maßstab nimmt), was aber durch durchschnittlich 170 Punkte weniger an DWZ pro Brett an den hinteren vier Brettern wieder deutlich relativiert wurde. Während der ersten 20 Minuten tönte ein unerträgliches Fiepen durch den Saal, bis einer der Gäste in der Landesligabegegnung „Leherheide I – SG Osnabrück“ die Geräuschquelle identifizierte und ganz einfach die Heizung runterdrehte. Mittlerweile sorgten die Eigentemperaturen der Denksportler allerdings, dass die Temperaturen im Saal erträglich blieben.

Ralf Mulde (Brett 1) gewann in Windeseile gegen Rolando Schlosshauer und auch Uwe Staroske (Brett 4) und Malte Hentrop (Brett 2) remisierten nach gerade mal einer Stunde Spielzeit. Zu dieser Zeit stand Felix (Brett 3) gut, Günter Mattfeldt (Brett 6) und Jan-Frederik Klüver (Brett 5) äußerst bescheiden und bei Erich Casties (Brett 7) und und Helmut Perrin (Brett 8) schien noch alles möglich. Somit war im Mannschaftsinne noch jedes Ergebnis denkbar. So war auch das erspielte 4:4 kein überraschendes Ergebnis. Wie dieses zustande kam, verwunderte allerdings schon. Günter der nicht nur drei Bauern weniger hatte, sondern auch sonst einfach nur die ganze Zeit platt stand, hatte das Glück, das sich sein Gegner dazu entschloss, einen von Günters Läufer gedeckten Turm mit der Dame zu schlagen. Günter gewann so Material und wenig später auch die Partie. Dieses Glück hatte Jan nicht. Schon aus der Eröffnung entschied er sich für einen zweifelhaften Plan und hatte eine komische Stelllung. Als sein Gegner Jans Läufer angriff, wurde dieser eingekesselt, nachdem er sich für das falsche Rückzugsfeld entschieden hatte. Jan verlor die Partie.

Beim Stand von 2:3 für uns war bei den laufenden Brettern noch eine Menge drin. Erich stand vermutlich nur minimal schlechter, bei Felix wurde der leichte Vorteil zum Gewinn bringenden Vorteil, nachdem der schwache gegnerische Isolani tatsächlich eingesammelt werden konnte und auch Helmut schien in den Remishafen zu schippern. Erich spielte aber leider wieder ein wenig zu schnell und verlor sein Endspiel, während Felix tatsächlich souverän und gefahrlos den Punkt einfuhr. Bei einem Stand von 3:4 spielten Helmut und sein Gegner ein ungleichfarbiges Läuferendspiel weiter. Dies ging zum Erstaunen aller mehrere Züge lang bis Helmut dann doch Remis bot, was sein Gegner jedoch ablehnte.

Darüber musste man sich selbst bei diesem Spielstand eigentlich sehr wundern. Noch größeres Erstaunen brachte allerdings der weitere Verlauf der Partie, in dem Helmut tatsächlich noch die Züge wählte, welche die Stellung in eine Verluststellung verwandeln. Und so kam es dann auch. Dies war insgesamt ein sehr verwirrender Mannschaftskampf. Findorff 3 ist nun mit 5 Mannschaftspunkten sehr gut im Soll und kommt nun sogar in Aufstiegsgefahr. ;-)