Findorffer Schachfreunde e.V.

Hemmstraße 240, 28215 Bremen, 2. Etage Vereinshaus

Findorffer SF III – SC Kattenesch 7:1

Ungefährdeter Sieg gegen dezimierte Kattenscher

Wie auch schon in den Vorrunden schafften die Kattenescher es leider nicht acht schachbegeisterte Leute an die Bretter zu bekommen. Stattdessen reisten sie mit sechs Spielern an, wodurch Findorff III sogleich kampflos mit 2:0 in Führung ging. Allerdings war auch ein Findorffer sehr spät aus den Federn gekommen, sodass man befürchten musste, dass auch die Findorffer einen Punkt kampflos abgeben müssen. Um 10:20 waren aber dann doch alle Findorffer komplett und Mannschaftsführer Hartmut Flasche-Alke konnte dem Mannschaftskampf entspannt entgegenblicken, vor allem da er genauso wie der an Brett 7 gesetzte Erich Casties nicht spielen musste.

An Brett 4 hatte Felix Lanfermann schnell eine Angriffsposition nach seinem Geschmack bekommen und führte diese in gewohnt aggressiver Weise fort. Sein Gegner Harry Köpsel sah sich schon nach der Eröffnung mit einer hoffnungslosen Stellung konfrontiert und resignierte nach Turmverlust folgerichtig. Auch an Brett 2 durchblickte der Findorffer Thorsten Ahlers die Stellung besser als der Kattenescher Hermann Repschläger und „erwirtschaftete“ (O-Ton Thorsten) sich nach klarem Stellungsvorteil eine Figur und sorgte für das 4:0. Jan-Frederik Klüver kam am 5. Brett recht gut aus der Eröffnung heraus und stand stets gefühlt leicht besser, ohne allerdings seinen Gegner vor ernsthafte Schwierigkeiten stellen zu können. Er einigte sich mit seinem Gegenüber Uwe Hintze nach ungefähr zwei Stunden Spielzeit auf Remis, erzielte damit das 4,5:0,5 und brachte den Sieg unter Dach und Fach.

Gleichzeitig entwickelten sich auch die Bretter 3 (Malte Hentrop) und 6 (Günter Mattfeldt) zugunsten der Findorffer. Bei Günter herrschte zuvor gegen Franz Böttcher sehr viel Unklarheit. So war positionell gesehen auch bei ihm nicht alles Tutti. Als er jedoch die Qualität gewann und sich ein Zentrumsbauer seines Kontrahenten irgendwie auflöste, war der Vorteil gewaltig. Eine weitere Unkonzentriertheit des Katteneschers genügte und Günter gewann. Malte hatte das unfassbare Glück im vierten Ligaspiel zum vierten mal die schwarzen Steine zu führen und gegen eine seit Jahren ungeliebte Eröffnungsvariante zu spielen. In der Partie gegen Hans-Joachim Steingräber passierte nach der Eröffnung zunächst nicht sehr viel. Aufgrund falscher Abtäusche des Katteneschers konnte Malte jedoch das Spiel langsam an sich reißen. Er schloss nicht besonders überzeugend jedoch siegreich ab.

Am Spitzenbrett spielte Ralf Mulde mit Schwarz gegen Gennady Goldin. Zwischendurch wirkten die Schwerfiguren des Katteneschers aktiver, aber Ralf konnte sich auch gut positionieren. Seine Königflügelstruktur war zwar ruiniert, aber im Verteidigungssinne recht stabil. Die Schwerfiguren beider Seiten schienen allesamt ihre besten Felder gefunden zu haben, konnten aber auch nicht so richtig aktiv werden, da sie auch jeweils Verteidigungs- und Stabilisierungsaufgaben erfüllen mussten. Ein erfolgreicher Vormarsch des schwarzen Freibauerns erwies sich daher auch als schwierig. Nach gut viereinhalb Stunden wurde Remis vereinbart. So erzielte Gennady für die Kattenescher noch einen halben Trostpunkt.

Das Thema Abstieg sollte für Findorff III nun ad acta gelegt sein. Mit 7 Mannschaftspunkten aus vier Spielen steht man nun komfortabel dar.

 

geschrieben von Malte Hentrop