Findorffer Schachfreunde e.V.

Hemmstraße 240, 28215 Bremen, 2. Etage Vereinshaus

Alles im Lot bei Findorff III

Findorff III und Bremer Osten II teilen sich die Punkte

 

Die achte Runde in der B-Klasse konnte Findorff nach der bitteren und für beide Parteien völlig unnötigen Niederlage gegen Achim III nun ziemlich gelassen angehen. Der Abstieg ist schon zuvor verhindert worden und auch die Aufstiegsambitionen waren nun nur noch theoretischer Natur. So ging es nur noch um eins: Spaß am Spiel gegen die sympathischen Schachfreunde aus Mahndorf.

Findorff III ging frühzeitig in Führung, da die Gäste nur mit sieben Spielern antraten. Hartmut Flasche-Alke musste so leider schon zum zweiten Mal in dieser Saison als nicht spielender Mannschaftsführer die Ereignisse des Mannschaftskampfs verfolgen. Dies tat er gewissenhaft, bis das letzte Spiel beendet war.

Die vorderen Bretter entwickelten sich zunächst zu Gunsten Findorffs. Am Spitzenbrett stand Thorsten Ahlers mit Schwarz gegen Iouri Petrov zu keiner Zeit schlechter. Die beiden spielten ihre Partie äußerst schnell und tauschten ihre Figuren ab. Die Schlussstellung lief auf ein ungleichfarbiges Läuferendspiel hinaus. Daher vereinbarten die beiden Remis. Währenddessen ging die Partie am Nebenbrett zwischen Malte Hentrop und Thomas Angermann gerade erst ins Mittelspiel über. Malte brachte seinen Gegner früh aus der Theorie. Es sammelte sich ein immer größer werdender Entwicklungsnachteil beim Mann aus dem Bremer Osten an, während Malte bereits über eine enorme Druckstellung verfügte.

Felix Lanfermann indes überspielte seinen Kontrahenten Axel Brandt mit den schwarzen Steinen total, konnte den weißen König auf die Brettmitte locken, wo dieser dann dem Mattnetz der schwarzen Schwerfiguren zum Opfer fiel. Die Führung wurde somit auf 2,5:0,5 ausgebaut. Allmählich zeigt Felix, dass er sehr wohl auch am Sonntagmorgen seine volle Spielstärke aufbieten kann. Wie weit diese von seiner aktuellen DWZ entfernt ist, zeigten die jüngsten Ereignisse der noch laufenden Vereinsmeisterschaft.

Am vierten Brett konnte Jan-Frederik Klüver gegen Ewald Wellmann erneut demonstrieren, dass er mittlerweile gegen 1500er gut mithalten kann. Zwar musste er mit einer ruinierten Bauernstruktur am Königsflügel Vorlieb nehmen, dies wurde allerdings durch einen starken weißfeldrigen Läufer und vernünftiger Figurenaktivität kompensiert. Seine Stellung versprach mindestens Ausgleich. Erich Casties schaffte es indes an Brett 6 eine gedrückte, aber gut zugemauerte Stellung gegen Joseph Lövenich zu halten und ein weiteres Remis beizusteuern, während Günter Mattfeldt gegen Michael Cegielka am fünften und Helmut Perrin gegen Jan-Christian Oleskov am siebten Brett leider ziemlich böse unter die Räder kamen und verloren. 3:3 – Mahndorf glich aus.

Derweilen hatte sich das Blatt an Brett zwei gewendet. Malte sah in Windeseile seinen Gewinnzug, jedoch leider erst in der nachträglichen Analyse. Stattdessen glaubte er einen Qualitätsgewinn zu erspielen und lief dabei in einen Konter, der eine Gewinnstellung in eine schwer zu haltende Stellung verwandelte. Nachdem Jan-Frederik nach drei Stunden Spielzeit ein stellungsgemäßes Remis einfuhr, lag es an Malte noch um den Mannschaftspunkt zu kämpfen. An mehr glaubte zu dieser Zeit keiner mehr. Um nicht eine Figur zu verlieren, opferte Malte einen Bauern, konnte seine schlechteren Leichtfiguren abtauschen und bekam nach einer ausgelassenen Siegeschance des Mahndorfer ein Turmendspiel, in welchem er phasenweise zwei Minusbauern hatte. Thomas Angerman fand jedoch nicht die richtigen Wege seinen Vorteil durchzuboxen und so wurde nach fünf Stunden Spielzeit eine theoretische Remisstellung erreicht.

So konnte Findorff III einen weiteren leistungsgerechten Mannschaftspunkt holen. In zwei Wochen geht es dann gegen Lilienthal II, wo wohl alles möglich scheint. Denn sowohl Lilienthal als auch Findorff haben an den vorderen Brettern in variierendem Maße Ausfälle zu beklagen.