Vereins-Jubiläum mit Kultur und Riesenturnier

Findorffer Schachfreunde feierten 50jähriges Bestehen



Schachspieler sind vielseitig. Mit einem prallen Jubiläumsprogramm haben die Findorffer Schachfreunde ihr 50jähriges Bestehen gefeiert. Gesellschaftlich, kulturell und sportlich zündete der Verein am 12. und 13. Januar ein zweitägiges Veranstaltungsfeuerwerk.

Den Auftakt machte ein Empfang im Vereinshaus Findorff für die Vertreter des öffentlichen Lebens in Findorff, der Schulen und des Bremer (Schach)-Sports. Rund 30 Gäste machten dem Vereinsvorstand ihre Aufwartung. Der Vereinsvorsitzende Karsten Ohl nutzte in seiner Rede die Gelegenheit, auf die Leistungen der Findorffer Schachfreunde, aber auch auf die Sorgen des Vereins hinzuweisen. Die sind vor allem in der Dauerkrise des Vereinshauses in der Hemmstraße 240 begründet, dessen Zukunft weiterhin ungewiss ist. „Wir hoffen, dass mehr Findorffer Bürger das Angebot des Hauses zum Beispiel für private Feiern nutzen, damit das Vereinshaus vielen Findorffer Klubs weiterhin einpreiswertes Zuhause bietet“, so Ohl.

Am Nachmittag des ersten Jubiläumstages feierten die Mitglieder unter sich. Umrahmt wurde das Fest von zwei mitreißenden Auftritten: Der Chor „Salto Chorale“ des Klubmitglieds Christoph Redmann riss das Publikum im Stil der Comedian Harmonists mit Witz, Präzision und stimmlicher Varianz mit. Einen Kontrast dazu auf gleich hohem Niveau setzte das „Streichquartett ohne Namen“ um Schachklubmitglied Helmut Perrin, das Ragtime und Tango mit klassischen Instrumenten witzig präsentierte.

Sportlich bildete ein Schnellschach-Turnier, mit dem die Findorffer Schachfreunde traditionell ihres jung verstorbenen Spitzenspielers Burkhard Mentz gedenken, am Sonntag den Höhepunkt der Festlichkeiten. Mit 117 Teilnehmern war das Feld größer als je zuvor. Und ganz besonders freute sich Turnierleiter Claus Marquardt über die internationale Beteiligung. Nach neun Runden mit 25 Minuten Bedenkzeit je Spiele und Partie siegte der Internationale Meister Mikhail Zaitsev. Der Russe, der für den Schach-Bundesligisten Bochum 31 spielt, erzielte in der Schlussrunde den entscheidenden Sieg und überflügelte den bis dahin führenden Tobias Jugelt, der damit zwar auf Platz 3 zurückfiel, sich aber dennoch als bester Bremer über den Titel „Bremer Schnellschachmeister“ freute.

Freude über das gelungene Festwochenende auch im Findorffer Vereinsvorstand: „Der Jubilar hat gezeigt, was er drauf hat“, bilanzierte der zweite Vorsitzende Thorsten Ahlers. Die Findorffer Schachfreunde haben ihren Spielabend donnerstags ab 20 Uhr im Vereinshaus Findorff, Hemmstraße 240, Jugendtraining ab 15.30 Uhr. Weitere Infos im Internet unter www.findorffer-schachfreunde.de

Bildunterschriften:

(Foto mit Chor) Begeisterten die Schachspieler: Salto Chorale
(Blick in Turniersaal) Rekord: 117 Schachspieler brauchten acht Stunden lang volle Konzentration

Titelverteidiger Dennes Abel (rechts) von Schachfreunde Berlin gegen den Sieger Mikhail Zaitsev aus Russland. Zaitsev gewann das Duell.