Findorffer Schachfreunde e.V.

Hemmstraße 240, 28215 Bremen, 2. Etage Vereinshaus

Findorffer Mannschaften erfolgreich

Der Aufstieg eines Außenseiters in der Bremer A-Klasse und ein sicherer Klassenerhalt ohne einen einzigen Einsatz der beiden Spitzenspieler in der Verbandsliga. Das war weit mehr, als die Findorffer Schachfreunde zu Beginn der abgelaufenen Mannschaftskampfsaison 2017/18 von ihren beiden Teams erwarten konnten. Flankiert wurde der Erfolg durch den Gewinn des Bremen Senioren-Mannschaftsmeister-Titels und ein letztlich doch noch zukunftsträchtiges Projekt an der Basis: einer Spielgemeinschaft in der C-Klasse mit dem SK Bremen-West.

 

Geht man von der Papierform aus, war der Aufstieg von Findorff II als A-Klassen-Zweiter in die Stadtliga Bremen eine faustdicke Überraschung. Denn nach den DWZ-Zahlen waren sechs (!) der neun konkurrierenden Teams stärker als die Findorffer. In der neunten und letzten Runde machte Findorff II den Aufstieg durch einen 5,5:2,5-Erfolg gegen den DWZ-Favoriten Vahr perfekt. Damit nicht genug: Detlef Ryniecki holte aus sieben Einsätzen 6,5 Punkte. Das entsprach einer Turnierleistung von 2110 DWZ-Punkten und brachte ihn auf Platz sechs in der Auflistung der erfolgreichsten Spieler in allen Bremen Ligen. Das gesamte Findorff-II-Team kam in dieser Gesamt-Rangliste auf Platz drei. Ebenso ragten Harry Baumanns 6,5 Zähler aus acht Einsätzen am Spitzenbrett heraus sowie die Leistung von Jan Klüver, der mit 1364 DWZ-Punkten in die Saison gestartet war und durch 4,5 Punkte aus sieben Einsätzen um stolze 113 Punkte zulegte.

Ganz anders die Zielsetzung von Findorff I in der Verbandsliga Nord Niedersachsen/Bremen. Zwar konnte das Team zu Saisonbeginn nach den DWZ-Zahlen mit einem Mittelplatz rechnen. Doch als schon bald klar wurde, dass die beiden Spitzenspieler ausfallen würden, wusste jeder in der Mannschaft: Es ging ums nackte Überleben. Das gelang Findorff I dann auf wundersame Weise. Gäbe es den Titel eines Effizienz-Meisters - die Findorffer hätten ihn sicher. Drei Klatschen (zweimal 1:7 und gegen die Großmeistertruppe des SK Kirchweyhe sogar ein 0:8) standen hauchdünne Siege gegenüber. Am Ende langten trotz des abschließenden 1:7 beim SK Bremen-Nord gerade mal 28,5 Brettpunkte zu 9:9 Mannschaftspunkten und einem erstaunlichen fünften Platz, darunter als Clou ein 4,5:3,5 mit nur sechs Spielen in Cadenberge, das den Klassenerhalt schon in Runde acht sicherte.

Nur kurz erwähnt - weil schon ein paar Monate zurückliegend - sei noch der Bremer Meistertitel für das Findorffer Senioren Team. Aktueller dagegen die Premiere einer Spielgemeinschaft der Findorffer Schachfreunde mit dem SK Bremen-West in der C-Klasse. Hier ging es erst in zweiter Linie um die großen Lorbeerkränze. Hauptzweck war es, bei knapper Personaldecke in beiden Vereinen allen Mitgliedern die Chance zur Teilnahme an Mannschaftskämpfen zu bieten. So ging Rang sieben unter neun Mannschaften in der Abschlusstabelle in Ordnung. Erwähnt werden müssen vor allem die beachtlichen 4,5 Punkte aus sieben Partien von Helmut Perrin, der damit nicht nur Top-Scorer der Spielgemeinschaft wurde, sondern auch einen DWZ-Sprung um fast hundert Punkte machte.

Bleibt noch die Premiere der Bremer Feierabendliga. Hier verstanden sich drei Findorffer mit mehr als 1900 DWZ-Punkten nur als Notnagel für ein Team, das quasi zum Feierabendvergnügen am Brett saß und auch als Letzte in der Schlusstabelle Spaß am Spielen hatte. Das sahen einige Klubs wohl nicht so locker, und so wies die Liga einen kuriose Spreizung zwischen 900 und 2200 DWZ auf.

Fin 2 17 18

Findorff II ist in die Bremer Stadtliga aufgestiegen. Von links nach rechts: Edward Mantei, Hauke Thissen, Detlef Ryniecki, Harry Baumann, Jan Klüver, Frank Schindehütte, Geert Rosenow. Ebenfalls im Kader: Thorsten Ahlers, Malte Hentrop, Christoph Redmann, Claus Marquardt, Manfred Wardenberg, Werner Oswald, Karl-Heinz Luck, Günter Mattfeldt