Findorffer Schachfreunde e.V.

Hemmstraße 240, 28215 Bremen, 2. Etage Vereinshaus

Vereinsinformationen

Die Findorffer Schachfreunde laden ein:

Am Mittwoch, den 15. Juni 2022 um 19 Uhr

Offenes Blitzturnier im Biergarten Port Piet 

www.portpiet.de am Torfhafen Findorff beim Findorff-Markt, Bushaltestelle Findorffallee Linien 26 und 27

Modus abhängig von der Teilnehmerzahl

offen für jedermann und jederfrau

Teilnahme gratis

Turnierleitung: Frank Schindehütte 

Weitere Auskünfte: Karsten Ohl, Tel. 0170/5511688.

Bei schlechtem Wetter Ersatz-Turnier um 20 h bei den Findorffer Schachfreunden, Hemmstraße 240.

SG FinWest verliert denkbar knapp in Stade

Mit wenig Erwartungen aber mit guter Stimmung ist die SG FinWest nach Stade gefahren. Man stand vor einem riesigen Universitätsähnlichem Gebäudekomplex und es kam zunächst Ratlosigkeit, ob man denn überhaupt tatsächlich richtig sei. Doch wenig später sind wir dann von einem der Stader Schachspieler abgeholt worden und so haben wir dann doch die Räumlichkeiten aufinden können. Ohne diese Hilfe wären wir aufgeschmissen gewesen!

Die von Stade aufgestellt Mannschaft war wie erwartet nominell her klar favorisiert, Sieht man vom letzten Brett ab, wo unser wiedergekehrtes altes neues Mitglied Ruzbeh Dehbozorghi sogar mehr DWZ aufwies als sein Gegner und vom vorletzten Brett, bei dem jeglicher Vergleich mit Adrian Klabundes Erst-DWZ einfach mal nur absurd ist, hatten unsere Gegner an allen Brettern zwischen 150 und 200 DWZ-Punkten mehr aufzubieten.

Den ersten Schock gab es aus unserer Sicht am sechsten Brett. Dort sah Geomar Martinez sich mit Schwarz gegen Dirk Hilck (1987) mit der ihm noch nicht bekannten Pirc-Eröfnung konfrontiert und fand nicht den richtigen Aufbau und Plan und so rummste schon sehr frühzeitig ein Läufer auf f7 hinein. Die Königsstellung war ruiniert und schon bald tanzten die weißen Springer in die Stellung. Eine wahrlich scheußliche Stellung, die er verwalten musste. aber an die Aufgabe der Aufgabe der Partie dachte er noch nicht und so zeigte er sich weiterhin kampfeslustig. Die meisten anderen Partien waren in der Eröffnungsphase weiterhin unklar. Interessantes spielte sich aber an Brett 1 ab, wo sich Christoph Duchhardt gegen Andreas Hauschild (2194) mit einem frühen positionellen Qualitätsopfer eine interessante und vorteilhafte Stellung erspielte.

Zehnjähriges Supertalent Schnellschachzweiter hinter Carlstedt

Der Internationale Meister Jonathan Carlstedt ist neuer Bremer Schnellschachmeister. Carlstedt gewann souverän das Burkhard-Mentz-Memorial-Turnier der Findorffer Schachfreunde, bei dem der Schnellschachmeister ermittelt wird. Am Sonnabend (26.3.) blieb Carlstedt, der beim Schach-Bundesligisten Werder Bremen als Trainer arbeitet, in allen neun Partien unbesiegt, gewann achtmal und musste sich nur einmal mit einem Remis begnügen. Standesgemäß hatte der nach der Papierform haushohe Favorit eineinhalb Punkte Vorsprung vor dem Zweitplatzierten Hussain Besou vom LSV Turm Lippstadt.

Dennoch war es Besou, der im Mittelpunkt des Interesses beim Mentz-Memorial stand. Denn das Kind einer syrischen Flüchtlingsfamilie ist gerade einmal zehn Jahre alt. „Schachlich hat der Zehnjährige aber bereits das Niveau eines erfahrenen Turnierspielers erreicht“, zeigte sich Turnierleiter Frank Schindehütte beeindruckt. Und der Findorffer Jugendtrainer Malte Hentrop ergänzte: „Hussain ist ein Angriffsspieler wie die meisten Jugendlichen, aber er kann sich auch zäh verteidigen und setzt kleine Stellungsvorteile mit unerbittlicher Technik in sichere Siege um.“ Kein Wunder: Der Lippstadter ist Deutscher Meister der U 12 und sogar Dritter der Weltrangliste in seiner Altersklasse. Seine Aussichten, schon als Jugendlicher Internationaler Meister oder gar Großmeister zu werden, sind groß.

Aber Besou war nicht der einzige Jugendliche, der den gestanden Turnierspielern zusetzte. Auch der 15jährige Max Weidenhöfer vom TuS Varrel mischte ganz vorne mit. Schließlich trennte ihn als Vierter nur ein halber Punkt von Besou. Ebenso wie der Drittplatzierte Tobias Kügel (SK Kirchweyhe), Turnier-Oldie Klaus Rust-Lux (Bremer SG) und Jan Wagner (SK Oldenburg) auf den Rängen fünf und sechs kam Weidenhöfer auf 6,5 Punkte. 

Beste Bremerin unter den drei Frauen beim Mentz-Memorial wurde Gabriele Cammann (SK Kirchweyhe) mit zwei Zählern. Als Bremer Schnellschachmeisterin erhielt sie damit ebenso eine Fahrkarte zur Deutschen Schnellschachmeisterschaft wie Gesamtsieger Carlstedt. 

Bei dem Schnelldenker-Wettbewerb in Findorff hatten die Spieler für jede der neun Partien 15 Minuten Bedenkzeit - plus einer Zeitgutschrift von drei Sekunden pro Zug. Damit saßen sie insgesamt rund sieben Stunden lang an den Brettern. „Das verlangte Konzentration pur“, resümierte Turnierleiter Schindehütte.

Abschlusstabelle

Bei den Findorffer Schachfreunden gilt die 2G-Coronaregel. Zutritt zu Veranstaltungen haben nur Genesene und Geimpfte. Ausgenommen von der 2G-Regel sind Kinder und Jugendliche bis zu 18 Jahren.

Phoenix Schrage gewann alle Partien

 Erstmals nach 20 Monaten Coronapause konnte der Schachnachwuchs bei den Findorffer Schachfreunde wieder ein „richtiges“ Turnier austragen. Für viele der 20 Teilnehmer war es das erste Mal, bei einem Schachwettkampf wieder einem menschlichen Spieler gegenüberzusitzen, statt die Partien online am Computer auszutragen. Anders als die ganz jungen Teilnehmer hatte der 15jährige Phoenix Schrage aber schon Turniererfahrung aus der Zeit vor Corona. Und so gewann er das Findorffer Jugend-Schnellschachturnier souverän.

 Aber auch beim Neustart mussten die Findorffer Schachfreunde der Corona-Entwicklung Tribut zollen. So war die Teilnehmerzahl auf 20 Spieler begrenzt. Als Begleiter der Jugendlichen waren im Vereinshaus in der Hemmstraße jeweils nur zwei Erwachsene zugelassen.

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